Die Modulbeine wurden auf der Basis der genormten Beine von HO
USA weiterentwickelt. Jedoch, ist durch die
freie Geometriewahl der Module, die Breite der Beine dem Modul anzupassen. Die
Modulbeine werden am Stirnprofil angebracht. Wichtig ist nur, dass jedes Modul
mit 2 Beinen ausgestattet ist. Jedoch es passieren kann, das beim Arrangement
Aufbau keines der beiden Beine gebraucht werden kann. Siehe Beispiel Bild
oben.
Die Montage der Modulbeine erfolgt direkt an der Stirnseite des
Moduls.
Als Standard-Endprofil wird ein Flach-Profil mit den Maßen 50 cm
x 10cm verwendet. Es ist keine Gleisbettung vorgesehen. Aufgrund der freien
Modulgeometrie sind Bohrungen mit 10 mm Durchmesser mit einem jeweiligen Abstand
von 50 mm über die gesamte Breite des Modulprofils vorzusehen (siehe Zeichnung).
Werden Modulkästen von einer Breite größer als 500 mm gebaut,
sind entsprechend zusätzliche Löcher zu bohren, bei schmaleren weniger.
5.0 Höhe der Schienenoberkante
Die Schienenoberkante liegt auf einer Höhe von 1300mm über dem Boden.
5.1 Das Durchgangsgleis
Das Durchgangsgleis (Main) wird, wie auch alle anderen Gleise direkt, ohne
Gleisbettung, auf der Modulplatte befestigt. Die Norm für das
Durchgangsgleis liegt ab Vorderkante Modul zur Gleismitte 150mm
(siehe Zeichnung Endprofil)
Trassenbreite siehe Punkt 5.2 /
Schotter und Ballasting siehe Punkt 12.2
5.2 Trassenbreite für die Modulübergänge
Für unsere Modulübergänge wird eine Trassenbreite von 6 cm vorgenommen. Mit
dieser Breite wird ein harmonischer Modulübergang der Trasse garantiert.

6.0 Die mechanische Modulverbindung
Die mechanische Verbindung der Module
untereinander erfolgt mit Schrauben und Flügelmuttern M8 und
Unterlegscheiben. Es werden keine Schienenverbinder oder
Übergangsgleisstücke verwendet. Das Schienenprofil endet bündig und
RECHTWINKLIG an der Modulstirnseite. Zur Verbesserung der mechanischen
Stabilität müssen die Profile am Modulende auf Messingschrauben oder
kupferkaschierte Pertinax-Schwellen gelötet werden. Wichtig ist, dass
anschließende
Überprüfen der Spurweite! Der Schienenkopf ist an den Modulenden innen
anzufasen.
7.0 Modulkastenfarbe
Der Modulkasten ist in Beige RAL 1001, seidenmatt, zu lackieren.
8.0 Gleismaterial
Als Gleismaterial, wird als Standard das On30 Micro Engineering Code 83
verwendet. Ebenso die Weichen welche von ME angeboten werden. Selbstbau -
Gleise sowie Weichen sind zulässig. Zulässig sind ebenfalls Code 70 oder
Code 55. Aber nur zulässig als Abzweigung zu einer separaten Betriebsstelle.
Für das durchgehende Gleis ist ausschließlich Code 83 zu verwenden. Die
Weichen sind entsprechend zu polarisieren, wobei die Weichen von ME bereits
DCC friendly ausgestattet sind.
8.1 Weichen und Weichenantriebe
Als Standardweichen werden die Weichen von Micro Engineering Code
83
verwendet. Die Weichen werden, um eine problemlose Überfahrt des Herzstückes
zu garantieren, polarisiert. Als Weichenantriebe werden die BluePoint
Weichenschalter empfohlen. Diese können elektrisch sowie auch
mechanisch bedient werden. Es steht jedem frei, natürlich auch andere
Produkte zu verwenden.
Link zu "New Rail Models" Blue Point Weichenantrieb :
http://www.newrailmodels.com/BluePoint.htm
9.0 Mindestradius
Auf freier Strecke ist ein Mindestradius von 85 cm einzuhalten.
Mindestradien auf eigenen Strecken bzw. Abzweigungen (z.B. Mine, Logging
Strecke oder Industriegebiet) müssen so gestaltet werden, das Fahrzeuge ohne
Probleme die Gleise befahren können. Wobei als Empfehlung zu beachten ist,
den kleinsten Radius von 250mm nicht zu unterschreiten. Dies gilt dann nur
für Fahrzeuge mit 2 Achsen.
10.0 Entkupplungsmagnete
Entkupplungsmagnete sind nicht zugelassen.
11.0 Bedienung der Module
Die Bedienung einer Betriebsstelle oder eines Modules muss auch
“ortsfremden” Zugmannschaften intuitiv ermöglicht werden. Daher sollten die
Weichenstelleinrichtungen (elektrisch oder mechanisch) in der Nähe der
Weiche angebracht werden. Betriebsstellen in Bogenlage und Abzweige müssen
von beiden Seiten zu bedienen sein, wofür sich besonders mechanische
Stelleinrichtungen anbieten. Mit der beidseitigen Bedienbarkeit soll in
erster Linie eine flexible Arrangement - Planung sichergestellt werden.
12.0 Gestaltung der Module und Modulenden
Die Gestaltung der Module steht jedem frei. Jedoch die Modulenden haben
eine einheitliche Grundfarbe. Die einheitliche Grundfarbe an den Modulenden
soll vertrocknetes Grasland darstellen. Dieser Farbton ist aus
Woodland-Scenics Material zu mischen:
2 Teile T43 + 1 Teil T44 + 2 Teile T50.
Für den Bau trockener und sandiger Stellen empfiehlt sich die Verwendung von
Sand.
Der überwiegende Teil der USA - der Nordosten, die Ostküste, der mittlere
Westen, der Nordwesten und teilweise auch der Süden - besticht durch seine
wesentlich grünere Landschaft. Der Untergrund geht mehr nach braun, der
Bewuchs ist dichter.
Die einheitliche Grundfarbe an den Modulenden ist aus folgendem
Woodland-Scenics Material zu mischen:
2 Teile T44 + 1 Teil T45 +
2 Teile T50.
12.1
Gestaltung der Module mit Hintergrund
Die Gestaltung der Module mit
entsprechendem Hintergrund ist jedem selbst überlassen. Beim Arrangement
Betrieb werden nur dann die Hintergründe zugelassen, welche direkt zu einer
Wand stehen oder an Kurven – Modulen an der Außenseite, oder an Modulen an
denen ein Hintergrund zwingend erforderlich ist.
12.2
Ballast / Schotter
Die Gleise der Main werden
"einheitlich in einem Beige Ton" eingeschottert. Dazu eignen sich
verschiedene Materialien. Eine Körnungsgröße zwischen 1mm bis 2mm wäre
empfehlenswert. Alle anderen Gleisstrecken können je nach belieben
eingeschottert werden.
13.0
Elektrik
13.1 Die
Verdrahtung der Module
Aufgrund des relativ hohen
spezifischen Widerstandes von Schienenprofilen, wird die Gleisspannung
mittels einer Parallelleitung durch das Modul geführt und an mehreren
Stellen in das Gleis eingespeist. Für die Parallelleitungen sind Litzen mit
mindestens 2,00 mm² Querschnitt zu verwenden, um den Spannungsabfall
innerhalb eines Boosterbezirks zu begrenzen. Die kurzen Verbindungen
zwischen der Parallelleitung und den Schienenprofilen können mit dünnen
Litzen oder Drahtstücken vorgenommen werden. Da die Übergänge von
Schienenprofil zu Schienenverbindern im Laufe der Zeit oxidieren, sollte
jedes Schienenprofilstück über eine Fahrspannungseinspeisung verfügen.
13.2 Die
elektrische Verbindung zwischen den Modulen
Da zwischen zwei Modulen keine
Schienenverbinder eingesetzt werden, muss der Fahrstrom mit zwei Kabeln von
Modul zu Modul weitergegeben werden. Die Verbindung erfolgt mit 4
mm-Bananensteckern und den entsprechenden Buchsen. Für das in Fahrtrichtung
rechte Schienenprofil ist ein Kabel mit Stecker vorzusehen, für das linke
Schienenprofil ein Kabel mit Buchse. Somit ist sichergestellt, dass es beim
Verbinden der Module nicht zu »Verdrehern« und damit zu Kurzschlüssen kommt.
Außerdem muss man nicht unter das Modul kriechen, um die elektrische
Verbindung herzustellen. Die Kabel sollten ca. 30 cm über die
Modulstirnseite herausragen. Die Bananenstecker müssen Querlöcher aufweisen,
damit an jedem beliebigen Modulübergang eine Fahrspannungseinspeisung
erfolgen kann.

13.3 DCC
Booster und Loconet
Das Loconet wird aus
Loconet Boxen und entsprechenden Kabeln aufgebaut. Diesbezüglich hat jeder
darauf zu achten, dass seine eigene Betriebsstelle oder Strecke mit
mindestens einer Loconet Box von Digitrax
ausgestattet ist. Bei freien
Strecken von 3m Länge ist mindestens 1 Loconet Box mittig zu
montieren. Zu dieser Ausstattung gehören ebenfalls je ein Loconetkabel von
5m und 3m. Diese sind bei jedem US Dealer hier
in BRD oder bei der FREMO zu
bekommen.

Booster werden entsprechend
beim Arrangement Aufbau an den benötigten Stellen aufgebaut. Wer Booster
besitzt, möchte diese auf den Treffen bitte mitbringen.
13.4
Handregler
Bei der On30 Division wird
der UT4 Handregler von Digitrax verwendet. FREMO Mitglieder,
welche schon im Besitz von Fredis sind , können diese in Ausnahmefällen mal
verwenden. Ihnen
wird aber nahe gelegt, sich
dann in naher Zukunft einen UT4 zu zulegen.
(für eine Programmierung des
Freds, hat das Mitglied selbst zu sorgen, falls dieser mal zum Einsatz
kommen sollte.)
14.0
Rollmaterial
14.1
Kupplungen
Das gesamte Rollmaterial sollte
mit Metall Klauenkupplungen (Kadee) ausgestattet sein. Bauähnliche
Kupplungen sind nur bedingt zulässig.
14.2
Radsätze
Das gesamte Rollmaterial ist
mit RP 25 Radsätzen aus zustatten.
14.3
Triebfahrzeuge (Lokomotiven)
Da On30 - Arrangements digital (NMRA-DCC)
betrieben werden, müssen Triebfahrzeuge mit einem entsprechenden Decoder
ausgerüstet sein. Die Geschwindigkeitskennlinie des Decoders ist so
einzustellen, dass sie ungefähr der Realität entspricht.
14.4 Wagengewichte
Für die Wagengewichte gibt es
derzeit keine Vorgaben. Diese werden Im Laufe der Zeit über
Erfahrungswerte ermittelt.
14.5 Alterung
Das Altern von Rollmaterial
trägt maßgeblich zum realistischen Aussehen einer Modellbahnanlage bei.
Deshalb sollte das Rollmaterial möglichst Alterungsspuren aufweisen.
Unterschiedliche Alterungsgrade sind vorbildentsprechend und daher
erwünscht. Sind aber nicht unbedingt erforderlich.
15.0 Das
Betriebssystem
Im weitesten Sinne wird es
kein angemessenes Betriebssystem geben. Alle Verkehre die im Logging,
Mining und Industriebetrieb abgewickelt werden, haben für sich eigene
Verkehrsabläufe. Als Frachtsystem wird, (wenn erforderlich) das
„Time Table und Train Order“ System (TT&TO) verwendet. Verkehre welche über
die eigenen Module hinaus gehen, werden bei einem Arrangement - Betrieb
durch Zuruf geregelt. (wie freies Fahren auf Sicht).
15.1
CarCards & Waybills
Um einen Vorbildgerechten
Betrieb durch zu führen, werden für die einzelnen Wagen und Lokomotiven die
sogenannten CarCards angefertigt. Für diese Anfertigung steht ein
entsprechender Download als xls. File (Excel) auf der FREMO Internetseite
bereit. Dazu gehören auch die Waybills (Frachtkarten) auf denen zu erkennen
ist, welche Frachten wohin geliefert, bzw. abgeholt werden müssen.
Muster: Car Card /
Waybill / Emty Car order

15.2 Frachtfarben
Die Frachtfarbe für die CarCards entnehmen wir aus folgender Darstellung der
USA Karte

15.3 Wagenkartenkästen an Betriebsstellen
An den Betriebsstellen sind
Wagenkartenkästchen anzubringen. Diese müssen gut gekennzeichnet werden.
Auf der Kastenvorderseite ist der Name der Betriebsstelle deutlich erkennbar
mittels einem Schild anzubringen, sowie einer Unterteilung für IN &
OUT.Beispiel: (Dieser Kasten ist zu beziehen bei Harald
Brosch , FREMO)

15.4 Ablagen für Digitrax UT4
und Freds
An jeder Betriebsstelle ist dafür zu sorgen, das immer ausreichend
Ablagemöglichkeiten für die Handregler vorhanden sind. Je nach Bedarf
können verschiedene Ablagen verwendet werden.
Diese werden mittels einer Schraubenklemme am Modul befestigt.
Jedem steht es frei in welcher Form diese Ablage besteht. Anbei einige
Beispiele, welche Fremo intern bei Harald Brosch bezogen werden können.
Beispiele


16.0 Betriebsstellen - Datenblatt
Für jede Betriebsstelle ist vom
Eigentümer ein Betriebstellendatenblatt anzufertigen und
an der Betriebstelle auszulegen!
Aus dem Betriebstellendatenblatt
sollen die Frachtabläufe an den verschiedenen
Wochentagen für jede Ladestelle ersichtlich sein. Das
sind im Wesentlichen die gedachten Warenein- und
Ausgänge für die Ladestellen.
Beispiel

Stand :
14.02.2011