Norm für das Fremo - Modulsystem

On30 Narrow Gauge Division (1:48)

 

 

Version vom : 14.02.2011
Erstellt von: Harald Puetz
 

Index:

1.0    Vorwort und Einleitung

2.0    Vorliegende Ausgabe

3.0    Der Modulkasten

       3.1    Die Modul-Beine

       3.2    Montage der Modulbeine am Modul

4.0    Das Endprofil

5.0    Höhe der Schienenoberkante

       5.1    Das Durchgangsgleis

       5.2    Trassenbreite für Modulübergänge

6.0    Mechanische Modulverbindung

7.0    Modulkastenfarbe

8.0    Gleismaterial

      8.1  Weichen und Weichenantriebe

9.0    Mindestradius

10.0  Entkupplungsmagnete

11.0  Bedienung der Module

12.0  Gestaltung der Module und Modulenden

       12.1  Gestaltung der Module mit Hintergrund

       12.2  Ballast / Schotter

13.0  Elektrik

       13.1  Die Verdrahtung der Module

       13.2  Die elektrische Verbindung zwischen den Modulen

       13.3  DCC Booster und Loconet

       13.4  Handregler

14.0  Rollmaterial

       14.1  Kupplungen

       14.2  Radsätze

       14.3  Triebfahrzeuge (Lokomotiven)

       14.4   Wagengewichte

       14.5  Alterung

15.0  Das Betriebssystem

       15.1  CarCards & Waybills

       15.2  Frachtfarben

       15.3  Wagenkartenkästen an Betriebsstellen

       15.4  Ablagen für Fredis und Digitrax UT4

16.0  Betriebsstellen Datenblatt


1.0   Vorwort und Einleitung

On30 Narrow Gauge  ist ein Modulsystem des FREMO (Freundeskreis europäischer Modellbahner e.V.).  Mit On30 Narrow Gauge - Modulen werden eingleisige Schmalspur Strecken sowie Nebenstrecken, Waldbahnen und Minen Einsatzstrecken sowie Industriezweige in Mittel-Amerika im Maßstab 1:48 (Baugröße 0) dargestellt.  Es gibt keine regionalen Eingrenzungen oder die Vorgabe einer Epoche. Vorwiegend wird jedoch der Zeitraum zwischen 1920 – 1960 eingesetzt.

Das vorliegende Dokument enthält sowohl normative Vorgaben als auch Empfehlungen zum Bau und Ausgestaltung von On30-Modulen.

Außerdem werden die für den vorbildorientierten Betrieb notwendigen Unterlagen wie Wagenkarten und Frachtzettel beschrieben.

Die Hauptmerkmale von On30 Narrow Gauge sind,

- freie Modulgeometrie,

- Höhe Schienenoberkante 1300mm,

- Betrieb mit NMRA-DCC und Loconet

 


2.0   Zur vorliegenden Ausgabe

Dies ist die aktuelle Ausgabe vom  14.02.2011  für die Norm des 0n30 Narrow Gauge Modulsystem und ersetzt die vorherige Ausgabe

mit folgenden Änderungen  :    5.1  -  8.1  -  12.2  -  13.3  -  13.4  -  15.3  -  15.4


3.0   Der Modulkasten

Länge, Breite und Winkel des Moduls sind unter Berücksichtigung des Mindestradius (siehe unten) freigestellt.  Aus Gründen der Transportierbarkeit sind jedoch Modullängen unter 1500 mm zu bevorzugen.  Durch die verschiedenen Breiten der Module sind die Bohrungen im Endprofil zu berücksichtigen. Ebenso müssen die Modulbeine (siehe Punkt 3.1) dem entsprechend  angepasst werden.  Jedes Modul (mit allen seinen Segmenten) ist mit soviel Beinen auszustatten, dass es alleine stehen kann. Wobei es durchaus sein kann, dass ein oder auch zwei Modulbeine nicht benötigt werden, wenn ein breiteres Modul beim Arrangement-Aufbau an ein schmaleres angebaut wird.

Beispiel einer Modulfolge

3.1  Die Modulbeine

Die Modulbeine wurden auf der Basis der genormten Beine von HO USA weiterentwickelt. Jedoch, ist durch die freie  Geometriewahl der Module, die Breite der Beine dem Modul anzupassen. Die Modulbeine werden am Stirnprofil  angebracht. Wichtig ist nur, dass jedes Modul mit 2 Beinen ausgestattet ist. Jedoch es passieren kann, das beim Arrangement Aufbau  keines der beiden Beine gebraucht werden kann. Siehe Beispiel  Bild oben.


3.2  Montage der Modulbeine am Modul

Die Montage der Modulbeine erfolgt direkt an der Stirnseite des Moduls.

 

 


4.0  Das Endprofil

Als Standard-Endprofil wird ein Flach-Profil mit den Maßen 50 cm x 10cm verwendet. Es ist keine Gleisbettung vorgesehen. Aufgrund der freien Modulgeometrie sind Bohrungen mit 10 mm Durchmesser mit einem jeweiligen Abstand von 50 mm über die gesamte Breite des Modulprofils vorzusehen (siehe Zeichnung).

Werden Modulkästen von einer Breite größer als 500 mm gebaut, sind entsprechend zusätzliche Löcher zu bohren, bei schmaleren weniger.


5.0   Höhe der Schienenoberkante

Die Schienenoberkante liegt auf einer Höhe von 1300mm über dem Boden.

 


5.1  Das Durchgangsgleis

Das Durchgangsgleis (Main) wird, wie auch alle anderen Gleise direkt, ohne Gleisbettung, auf der Modulplatte befestigt.  Die Norm für das Durchgangsgleis liegt ab Vorderkante Modul zur Gleismitte 150mm

(siehe Zeichnung Endprofil)

Trassenbreite siehe Punkt 5.2    /     Schotter und Ballasting  siehe  Punkt  12.2

 


5.2   Trassenbreite für die Modulübergänge

Für unsere Modulübergänge wird eine Trassenbreite von 6 cm vorgenommen. Mit dieser Breite wird ein harmonischer Modulübergang der Trasse garantiert.

 


6.0   Die mechanische Modulverbindung

Die mechanische Verbindung der Module untereinander erfolgt mit Schrauben und Flügelmuttern M8  und Unterlegscheiben. Es werden keine Schienenverbinder oder  Übergangsgleisstücke verwendet. Das Schienenprofil endet bündig und  RECHTWINKLIG  an der Modulstirnseite.  Zur Verbesserung der  mechanischen Stabilität müssen die Profile am Modulende auf Messingschrauben oder  kupferkaschierte Pertinax-Schwellen gelötet werden. Wichtig ist, dass  anschließende

Überprüfen der Spurweite!  Der Schienenkopf  ist an den Modulenden innen anzufasen.

 


7.0  Modulkastenfarbe

Der Modulkasten ist in Beige RAL 1001, seidenmatt, zu lackieren.

 


8.0  Gleismaterial

Als Gleismaterial, wird als Standard das On30 Micro Engineering Code 83 verwendet.  Ebenso die Weichen welche von ME angeboten werden. Selbstbau - Gleise sowie Weichen sind zulässig. Zulässig sind ebenfalls Code 70 oder Code 55. Aber nur zulässig als Abzweigung zu einer separaten Betriebsstelle. Für das durchgehende Gleis ist ausschließlich Code 83 zu verwenden. Die Weichen sind entsprechend zu polarisieren, wobei die Weichen von ME bereits DCC friendly ausgestattet sind.

 


8.1  Weichen und Weichenantriebe

Als Standardweichen werden die Weichen von  Micro Engineering Code 83 verwendet. Die Weichen werden, um eine problemlose Überfahrt des Herzstückes zu garantieren, polarisiert. Als Weichenantriebe werden die BluePoint Weichenschalter empfohlen. Diese können  elektrisch sowie auch mechanisch  bedient werden. Es steht jedem frei, natürlich auch andere Produkte zu verwenden.

Link zu "New Rail Models" Blue Point Weichenantrieb :  http://www.newrailmodels.com/BluePoint.htm

 


9.0  Mindestradius

Auf freier Strecke ist ein Mindestradius von 85 cm  einzuhalten. Mindestradien auf eigenen Strecken bzw. Abzweigungen (z.B. Mine, Logging Strecke oder Industriegebiet) müssen so gestaltet werden, das Fahrzeuge ohne Probleme die Gleise befahren können. Wobei als Empfehlung zu beachten ist,  den kleinsten Radius von 250mm nicht zu unterschreiten. Dies gilt dann nur für Fahrzeuge mit 2 Achsen.

 


10.0  Entkupplungsmagnete

Entkupplungsmagnete  sind nicht  zugelassen.

 


11.0  Bedienung der Module

Die Bedienung einer Betriebsstelle oder eines Modules muss auch “ortsfremden” Zugmannschaften intuitiv ermöglicht werden. Daher sollten die Weichenstelleinrichtungen (elektrisch oder mechanisch) in  der Nähe der  Weiche angebracht werden. Betriebsstellen in Bogenlage und Abzweige müssen von beiden Seiten zu bedienen  sein, wofür sich besonders mechanische Stelleinrichtungen anbieten. Mit der beidseitigen Bedienbarkeit soll in erster Linie eine flexible Arrangement - Planung sichergestellt werden.

 


12.0  Gestaltung der Module und Modulenden

Die Gestaltung der Module steht  jedem frei. Jedoch die Modulenden haben  eine einheitliche Grundfarbe. Die einheitliche Grundfarbe an den Modulenden soll vertrocknetes Grasland darstellen. Dieser Farbton ist aus Woodland-Scenics Material zu mischen: 

2 Teile T43  +  1 Teil  T44  +  2 Teile T50.

Für den Bau trockener und sandiger Stellen empfiehlt sich die Verwendung von Sand.

Der überwiegende Teil der USA - der Nordosten, die Ostküste, der mittlere Westen, der Nordwesten und teilweise auch der Süden - besticht durch seine wesentlich grünere Landschaft. Der Untergrund geht mehr nach braun, der Bewuchs ist dichter. 

Die einheitliche Grundfarbe an den Modulenden ist aus folgendem Woodland-Scenics Material zu mischen: 

2 Teile T44  +  1 Teil  T45  +  2 Teile T50.


12.1  Gestaltung der Module mit Hintergrund

Die Gestaltung der Module mit entsprechendem Hintergrund ist  jedem selbst überlassen.  Beim Arrangement  Betrieb werden nur dann die Hintergründe zugelassen, welche direkt  zu einer Wand stehen oder an Kurven – Modulen an der Außenseite, oder an Modulen an denen ein Hintergrund zwingend erforderlich ist.


12.2  Ballast / Schotter

Die Gleise der Main werden "einheitlich in einem Beige Ton" eingeschottert. Dazu eignen sich verschiedene Materialien. Eine Körnungsgröße zwischen 1mm bis 2mm wäre empfehlenswert.  Alle anderen Gleisstrecken können je nach belieben eingeschottert werden.


 

13.0  Elektrik

 

13.1  Die Verdrahtung der Module

Aufgrund des relativ hohen spezifischen Widerstandes von Schienenprofilen,  wird die  Gleisspannung mittels einer Parallelleitung durch das Modul geführt und an mehreren Stellen  in das Gleis eingespeist. Für die Parallelleitungen sind Litzen mit mindestens 2,00 mm²  Querschnitt zu verwenden, um den Spannungsabfall innerhalb eines Boosterbezirks zu  begrenzen. Die kurzen Verbindungen zwischen der Parallelleitung und den Schienenprofilen  können mit dünnen Litzen oder Drahtstücken vorgenommen werden. Da die Übergänge von  Schienenprofil zu Schienenverbindern im Laufe der Zeit oxidieren, sollte jedes Schienenprofilstück über eine Fahrspannungseinspeisung verfügen.

13.2  Die elektrische Verbindung zwischen den Modulen

Da zwischen zwei Modulen keine Schienenverbinder eingesetzt werden, muss der Fahrstrom mit zwei Kabeln von Modul zu Modul weitergegeben werden. Die Verbindung erfolgt mit 4 mm-Bananensteckern und den entsprechenden Buchsen. Für das in Fahrtrichtung rechte Schienenprofil ist ein Kabel mit Stecker vorzusehen, für das linke Schienenprofil ein Kabel mit Buchse. Somit ist sichergestellt, dass es beim Verbinden der Module nicht zu »Verdrehern« und damit zu Kurzschlüssen kommt. Außerdem muss man nicht unter das Modul kriechen, um die elektrische Verbindung herzustellen. Die Kabel sollten ca. 30 cm über die Modulstirnseite herausragen. Die Bananenstecker müssen Querlöcher aufweisen, damit an jedem beliebigen Modulübergang eine Fahrspannungseinspeisung erfolgen kann.


 

13.3  DCC Booster und Loconet

Das Loconet wird aus Loconet Boxen und entsprechenden Kabeln aufgebaut. Diesbezüglich hat jeder darauf zu achten, dass seine eigene Betriebsstelle oder Strecke mit mindestens einer Loconet Box von Digitrax

ausgestattet ist. Bei freien Strecken von 3m Länge ist mindestens 1 Loconet Box mittig zu montieren. Zu dieser Ausstattung gehören ebenfalls je ein Loconetkabel von 5m und 3m. Diese sind bei jedem US Dealer hier

in BRD oder bei der FREMO zu bekommen.

  

 

Booster werden entsprechend beim Arrangement Aufbau an den benötigten Stellen aufgebaut. Wer Booster besitzt, möchte diese auf  den Treffen bitte mitbringen.


13.4  Handregler

Bei der On30 Division wird  der UT4 Handregler von Digitrax verwendet.  FREMO Mitglieder, welche schon im Besitz von Fredis sind , können diese in Ausnahmefällen mal verwenden. Ihnen

wird aber nahe gelegt, sich dann in naher Zukunft einen UT4 zu zulegen.

(für eine Programmierung des Freds, hat das Mitglied selbst zu sorgen, falls dieser mal zum Einsatz kommen sollte.)

 


14.0  Rollmaterial

 

14.1  Kupplungen

Das gesamte Rollmaterial sollte mit Metall Klauenkupplungen (Kadee) ausgestattet sein. Bauähnliche Kupplungen sind nur bedingt zulässig.

14.2  Radsätze

Das gesamte Rollmaterial ist mit RP 25 Radsätzen aus zustatten.

14.3  Triebfahrzeuge (Lokomotiven)

Da On30 - Arrangements digital (NMRA-DCC) betrieben werden, müssen Triebfahrzeuge mit einem entsprechenden Decoder ausgerüstet sein. Die Geschwindigkeitskennlinie des Decoders ist so einzustellen, dass sie ungefähr der Realität entspricht.

14.4  Wagengewichte

Für die Wagengewichte  gibt es derzeit keine Vorgaben.  Diese werden Im Laufe der Zeit  über  Erfahrungswerte ermittelt.

14.5  Alterung

Das Altern von Rollmaterial trägt maßgeblich zum realistischen Aussehen einer Modellbahnanlage bei. Deshalb sollte das Rollmaterial möglichst  Alterungsspuren aufweisen. Unterschiedliche Alterungsgrade sind vorbildentsprechend und daher erwünscht. Sind  aber nicht unbedingt erforderlich.


15.0  Das Betriebssystem

Im weitesten Sinne wird es kein angemessenes Betriebssystem geben. Alle Verkehre die im Logging, Mining und Industriebetrieb abgewickelt werden, haben für sich eigene Verkehrsabläufe.  Als Frachtsystem  wird, (wenn erforderlich)  das „Time Table und Train Order“ System  (TT&TO) verwendet. Verkehre welche über die eigenen Module hinaus gehen, werden bei einem Arrangement - Betrieb durch Zuruf geregelt. (wie freies Fahren auf Sicht).

15.1  CarCards & Waybills

Um einen Vorbildgerechten Betrieb durch zu führen, werden für die einzelnen Wagen und Lokomotiven die sogenannten CarCards angefertigt.  Für diese Anfertigung steht ein entsprechender Download als xls. File (Excel) auf der FREMO Internetseite bereit.  Dazu gehören auch die Waybills (Frachtkarten) auf denen zu erkennen ist,  welche Frachten wohin geliefert, bzw.  abgeholt werden müssen.

Muster:  Car Card  /   Waybill   /  Emty Car order

      

 

15.2  Frachtfarben

Die Frachtfarbe für die CarCards entnehmen wir aus folgender Darstellung der USA Karte

 

15.3  Wagenkartenkästen an Betriebsstellen

 

An den Betriebsstellen sind Wagenkartenkästchen anzubringen.  Diese müssen gut gekennzeichnet werden. Auf der Kastenvorderseite ist der Name der Betriebsstelle deutlich erkennbar mittels einem Schild anzubringen, sowie  einer Unterteilung für   IN  &  OUT.

Beispiel:  (Dieser Kasten ist zu beziehen bei Harald Brosch , FREMO)

 


15.4  Ablagen für  Digitrax UT4  und Freds

An jeder Betriebsstelle ist dafür zu sorgen, das immer ausreichend Ablagemöglichkeiten für die Handregler vorhanden sind. Je nach Bedarf  können verschiedene Ablagen verwendet werden.

Diese werden mittels einer Schraubenklemme am Modul befestigt.

Jedem steht es frei in welcher Form diese Ablage besteht. Anbei einige Beispiele, welche Fremo intern bei Harald Brosch bezogen werden können.

Beispiele

     


16.0  Betriebsstellen - Datenblatt

Beispiel

 


Stand : 14.02.2011